Im Vorhinein hieß es schon: „Bitte Wechselkleidung und ein Handtuch mitbringen“, denn die Feuerwehr Wittlich veranstaltete ihre Jahresabschlussübung 2026 im Freibad der Stadt.
Anders als in den Jahren davor war allerdings keine große Übungslage geplant, sondern insgesamt sechs verschiedene Stationen, die während des normalen Schwimmbadbetriebs beübt werden konnten. Denn das Hallenbad hatte regulär geöffnet. An den verschiedenen Stationen wurden unterschiedliche Inhalte vermittelt.
So fand die erste Station am Chlorgasraum des Kombibads statt. Dort wurde den Feuerwehrfrauen und –männern die Gefahr von Chlorgas, diverse Messeinrichtungen und das Vorgehen bei einem Chlorgasaustritt im Raum gezeigt.
An der nächsten Station wurde das neu erarbeitete Hygienekonzept der Feuerwehr Wittlich vorgestellt und gemeinsam Aufgebaut. Dabei wurde das Konzept so geplant, das es aus drei aufeinander aufbauenden Stufen besteht, welche alle auf Rollwägen verlastet sind, wodurch es universell und flexibel einsetzbar ist. Nachdem der Pavillon zusammen mit dem Wäschewagen, dem Rollwagen mit eingebautem Waschbecken und Warmwasser sowie der Ablage für potenziell kontaminierte Kleidung und Geräte aufgebaut wurde, wurde ein kompletter Durchlauf gezeigt und dabei Erklärt, worauf alle beteiligten Personen zu achten haben.
Im Strömungskanal des Freibads wurde die Wasserrettung geübt und bereits erlerntes verfestig. Mit dem letzten Jahr neu beschafften Wasserrettungsanzug und einem Dummy wurde dabei eine Strömungsrettung simuliert, wie sie zum Beispiel bei einem Hochwasser auftreten könnte. Dabei konnte jeder, der mochte, in den Anzug, während dieser durch eine Leine vom „Festland“ aus gesichert war.
Auch auf der Liegewiese wurde geübt, denn auch wenn der Sommer nun vorbei ist, ist die Gefahr durch Flächen- oder Waldbrände noch lange nicht gebannt. So wurde den Übungsteilnehmern eine Möglichkeit gezeigt, wie man mit nur einer kleinen Pumpe, ein paar Schläuchen und Rasensprengern eine relativ große Fläche vor den Flammen beschützen bzw. ablöschen kann.
Am Zugang zum Keller des Bads wurden unsere Atemschutzgeräteträger noch einmal für den Innenangriff trainiert. Dabei lag der Fokus auf der Strahlrohrführung sowie dem Vorgehen als Trupp und unter Nullsicht.
Die letzte Station wurde durch die Absturzsicherung der Feuerwehr Wittlich begleitet und zeigte allen Teilnehmern, wie eine Rettung einer verletzten Person aus einem Schacht schnell und sicher erfolgen kann.
Während der gesamten Übung hatten alle Atemschutzgeräteträger sowie Chemikalienschutzanzugträger die Möglichkeit das Sport- und Freizeitbecken des Freibads zu erkunden und zu testen, wie sich ihr Gerät bzw. Anzug im Wasser verhält.
Im Anschluss an die Übung stellte sich der neu gewählte Bürgermeister, Herr Prof. Dr. Jörn Patzak, seiner Mannschaft vor und lob die Professionalität der Feuerwehr Wittlich.
Danach wurde der Abend bei selbstgemachter Kartoffelsuppe und guten Gesprächen ausklingen gelassen.
