Gefahrstoffzug, Absturzsicherung und Wache 3 trainieren gemeinsam
Ende Oktober fand in den Wittlicher Weinbergen eine Gemeinschaftsübung des Gefahrstoffzugs des Landkreis Bernkastel-Wittlich, der Absturzsicherung der Stadt Wittlich und der Wache 3 Neuerburg-Dorf statt. Die angenommene Lage: Eine Person war unter einem mit Gefahrstoffen gefüllten IBC in einem Hang eingeklemmt.
Durch die ersteintreffenden Kräfte der Wache 3 wurde die Lage sofort erkundet und bewertet. Der Gruppenführer erkannte, dass diese Situation mit dem auf dem Fahrzeug vorhandenen Material nicht zu bewältigen war, und forderte umgehend die Teileinheit Wittlich des Gefahrstoffzugs sowie die Absturzsicherung an.
Während die Unterstützung noch auf Anfahrt war, wurde der betroffene Bereich abgesperrt, und ein erster Trupp machte sich bereit, um die verletzte und eingeklemmte Person zu betreuen und zu versorgen.
Kurze Zeit später trafen der Gefahrstoffzug und die Absturzsicherung im Weinberg ein. Die Absturzsicherung bereitete sofort eine Sicherung für die Trupps sowie eine Trage zur Rettung des Patienten vor. Zeitgleich rüsteten sich mehrere Mitglieder des Gefahrstoffzugs mit Schutzanzügen und Atemschutzgeräten aus, um Arbeiten am beschädigten IBC durchzuführen und die Person zu befreien.
Kurz darauf konnte die schwer verletzte Person befreit werden. Da sie nicht mehr laufen konnte, musste sie mithilfe einer Trage aus dem Hang gezogen werden. Dies wurde von der Absturzsicherung schnell und sicher durchgeführt, sodass der Patient anschließend an den in dieser Übung fiktiven Rettungsdienst übergeben werden konnte.
Nachdem keine Menschenleben mehr in Gefahr waren, kümmerte sich der Gefahrstoffzug, unterstützt durch die Wache 3 und die Absturzsicherung, um den auslaufenden Stoff. Das Leck wurde abgedichtet und der restliche Inhalt des Behälters umgepumpt.
Nach getaner Arbeit mussten die Kräfte, die an dem IBC gearbeitet hatten, noch dekontaminiert werden. Dies wurde an dem dafür eingerichteten Dekon-Platz durchgeführt.
Im Anschluss daran wurde der IBC mithilfe der Seilwinde des Rüstwagens aus dem Weinberg gezogen.
Zum Abschluss der Übung trafen sich alle beteiligten Einheiten in der Wache 1 zu einer kurzen Nachbesprechung. Dort wurde der Ablauf der Übung noch einmal gemeinsam analysiert und besprochen.